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Wanderwoche Mallorca 2004

Wandern durch die "Serra de Tramuntana" abwechslungsreiche Bergwelt Mallorcas - für den SWV wieder ein Erlebnis.

Der Schwarzwaldverein Neuenbürg hatte bereits zum vierten Mal eine Wanderreise nach Mallorca unternommen. 21 Teilnehmer starteten im März für 10 Tage von Stuttgart aus nach Palma de Mallorca.

Bärbel Hauser und ihr mallorquinischer Wanderfreund Joan Vives (die Wandertage wurden wie immer von den beiden organisiert und geführt) hatten als Quartier das Hotel Pionero in Santa Ponsa ausgesucht. Von hier aus startete die Gruppe jeden Tag mit einem Kleinbus zu den Ausgangspunkten der Wanderungen.

Dieses Mal wurde die Serra de Tramuntana (der 80 Kilometer lange Gebirgszug entlang der Nordwestküste mit seinen elf Gipfeln, die zwischen 1000 m und 1443 m hoch sind) durchwandert. Obwohl kein Berggipfel erklommen wurde, ging es oft steil hinauf und steil hinab - es waren Höhen-unterschiede bis zu 850 Meter zu bewältigen.
Auf dem "Weg des Steins", von Pollença im Nordenwesten bis nach Sant Elm im Südenwesten der Insel, wanderten die Neuenbürger auf alten Pilgerwegen, Hirten- und Schmugglerpfaden, Jägersteigen und Reitwegen (angelegt von Erzherzog Ludwig Salvator) in luftigen Höhen mit weitem Blick aufs Meer, durch Schluchten mit Hunderten von Treppenstufen zwischen senkrecht aufragenden Wänden und Küstenpfaden. Durch eine Landschaft, die aus dem Zusammenwirken von Mensch und Natur entstanden ist. Die Gestaltung der Berge, Täler, Schluchten ist ein Ergebnis eines Erosionsprozesses, den das Wasser an den Kalkfelsen vollzogen und dabei eigenwillige Oberflächenformen und natürliche Höhlen von großer Schönheit geschaffen hat - und die Menschen (Köhler, Kalkbrenner, Jäger und Holzfäller und Bauern) hinterließen überall in den Bergen ihre typischen baulichen Spuren, wie u.a. von Kohlemeilern, Kalköfen, Schneehäuser, Schuppen, alte Anbauterrassen usw. - Bauwerke aus unvermörtelt aufeinander geschichteten Steinen.
Immer wieder wanderte man auch durch Steineichen- und Aleppokiefernwälder, auf Anbauterrassen mit Olivenbaumkulturen wie z.B. bei Deyá (teilweise über 1000 Jahre alte knorrige Bäume) und vorbei an Orangen- und Zitronenplantagen im Tal von Sóller oder bei Banyalbufar. Viele Pflanzen konnte man am Wegesrand bewundern z.B. Rosmarin, Affodill, Alpenveilchen und und entlang dem Pfad zum Kloster Sa Trappa auch verschiedene Orchideenarten.
Auf der ca. 100 km langen Wanderstrecke (sechs Tagesetappen) waren die Stationen: die Stadt Pollença (mit dem Aufstieg über 365 Stufen zum Kalvarienberg, von dort herrliche Aussicht bis zur Halbinsel Formentor) - Kloster Lluch (Besichtigung des bedeutendesten Wallfahrtsortes Mallorcas) - Staussee Cuber (Wasserspeicher für die Stadt Palma) - die Stadt Sóller und mit dem Orangenexpress (Staßenbahn) nach Port de Sóller - das Dörfchen Deiá (Besichtigung des malerischen Künstlerdorfes) - Valldemossa (kleiner Rundgang durch den Ort) - Esporles - Banyalbufar (mit seinen Terrassenkulturen an den Hängen) - von hier aus ca. 10 km mit dem Bus auf der Küstenstrasse zum nächsten Einstieg (ein Grundbesitzer lässt zurzeit keine Wandergruppen durch sein Gebiet), denn auf vielen Wegen wandert man über Privatgelände! - anschließend letzte Etappe nach Sant Elm über die Klosterruine Sa Trappa, unterwegs mit herrlichen Ausblicken entlang der Westküste bis hin zur Halbinsel Sa Foradada ("Der durchstochene Fels") und auf die Insel Dragonera.
Diese Wandertour, durch die abwechslungsreiche Bergwelt Mallorcas, war wieder ein Erlebnis.
Die letzte Wanderung begann im Tal von Orient (480m). Nach Besichtigung des kleinen Dorfes, Aufstieg zuerst auf einem schmalen Pfad durch Olivenhaine und Steineichenwald, dann auf dem historischen Treppenweg hinauf zum bis zum Gipfelplateau des Puig de Alaró (822 m) - hier herrliche Rundumsicht. Abstieg über einen alten Pilgerweg zur Finca "Es Verger" (einziger Berggasthof Mallorcas). Hier Einkehr um, mit mallorquinischen Essen (Lammkeule) und einem guten Rotwein, die Wandertage in geselliger Runde ausklingen zu lassen.
Am letzten Tag, nach einem Stadtbummel in Palma, hieß es für die Neuenbürger Wanderer Abschied nehmen von Mallorca und ihrem Wanderfreund Joan Vives. Eines ist sicher: Wer einmal auf Mallorca gewandert ist - kommt immer wieder!!

Bericht Barbara Hauser

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