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Rund um Michelbach

9. April 2017

Rund um Michaelbach bei Gaggenau führte am 9. April 2017 Roswitha Talmon l’Armee. Wie schon bei der Mittwochswanderung herrschte wieder tollstes Wanderwetter. Erneut waren etliche Gäste mit von der Partie. Michelbach selbst ist ein liebevoll gepflegtes Fachwerkdorf, Preisträger in Ortsverschönerungswettbewerben. Über blühende Streuobstwiesen führte der Rundweg zunächst zum Exotenwald „Eberts Garten“. Neben einheimischen Gehölzen finden sich hier beeindruckende Gebirgs - und Urweltmammutbäume. Auf der nun folgenden Panoramastrecke informierten 31 Tafeln über Landschaft und Heimatgeschichte. Grandiose Rundumblicke ließen die, durch sieben Seitentäler des Michelbachs führende, Route zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Vom Kriegerdenkmal aus hatte man eine tolle Aussicht auf das malerische Fachwerkdorf, den Bernstein und den Mahlberg. An der Hilsberghütte bot sich Gelegenheit für eine Rast. Hier blühte bereits der wilde Hopfen. Der Rundweg schlängelte sich durch grünende Laubwälder auf den Anhöhen mal näher am Dorf mal weiter entfernt, aber immer mit herrlichen Blicken ins Tal. Mehrmals wurden die Seitenbäche des Michelbachs überschritten. Dieser entspringt in 693 m Höhe unterhalb des Bernsteins. Nach einem Anstieg wurde das nächste Ziel, das Pestkreuz von 1684 erreicht, das an die Seuche erinnert, die den Ort im 13. / 14. Jahrhundert heimgesucht hatte. Ein kurzes Stück folgte nun der Historische Grenzweg Michelbach-Moosbronn-Bernbach. Er verläuft auf der alten badisch-württembergischen Landesgrenze. Auf dem Hang gegenüberliegend war gut die zurückliegende Wegstrecke einsehbar. Bei strahlendem Sonnenschein ging es, auf den letzten Wegabschnitt, abwärts in den historischen Ortskern. Hier konnten schöne Fachwerkhäuser bewundert werden. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammend sind sie meist als einstöckige Taglöhnerhäuser ausgeführt. Alle haben das rein konstruktive Fachwerk gemeinsam. Auf Zierelemente wird ganz verzichtet. Zum Abschluss hatte die Wanderführerin ein ganz besonderes Glanzlicht ausgesucht: Das Heimatmuseum, ein typisches Bauernhaus aus dem Jahr 1792. In jahrelanger Arbeit von freiwilligen Helfern in seinen Urzustand zurückversetzt. Hier wurde nun in der Stube mit der ehemaligen Kammer ein deftiges Schwarzwaldvesper aufgetischt. Gestärkt nahm man gern das Angebot einer informativen Führung des Museumsleiters an. Er präsentierte in humorvoller Art Zeugnisse der Michelbacher Vergangenheit: Alles was zu einem Haushalt der vergangenen drei Jahrhunderte gehörte. Botschamber, Butterfass, Bettflaschen etc. Über eine knarrende Treppe wurde das Obergeschoss erreicht. Dieses ist den Themen Spinnen, Weben, Nähen und Kleiden gewidmet. Original erhaltene Schuhmacher-Schreiner und Küferwerkstätten gaben Einblick in das oft harte dörfliche Leben. Alle Teilnehmer waren abschließend voll des Lobes über diese perfekt ausgestattete Tagestour von 15 km in knapp 4 Stunden. Wieder galt die Regel: “Beim Sport geht es um Sekunden, beim Wandern um die schönen Stunden.

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