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"Auf dem Flößerpfad" im oberen Kinzigtal

2. Juli 2017

Bei bewölkten Himmel wurde mittels Fahrgemeinschaften Loßburg angefahren. Im dortigen Ortsteil Rodt war der Vogteiturm in 739 m.ü.M. das erste Ziel. Aus unbehandeltem Douglasienholz 2002 erbaut ragt dieser 35 m in die Höhe. Einige Unentwegte erklommen die 172 Stufen. Aufkommender Nieselregen reduzierte allerdings den sich sonst bietenden Fernblick. Peter Hauser hatte die Wanderung, die zunächst Richtung Kinzig Quelle führte, als gemütliche Wanderung ausgeschrieben. Ergo konnte man sich am Waldlehrpfad ausgiebig an den angebrachten Schautafeln informieren. So erfuhren die Wanderer dass es „Waldhaarmützenmoos“ gibt, welches früher „wider das Antun böser Geister“ diente. Vorbei an der Himmelsleiter, dem Niederseilgarten bestieg die Jugend das Baumhaus. Das Hexenhaus dagegen wurde gemieden. Der Weg führte durch ein zauberhaftes Naturareal. Am Kinzig Ursprung konnten Schirme und Kapuzen wieder verstaut werden. Man stand am Anfang eines der längsten Flüsse des Schwarzwaldes, der als einziger den ganzen Schwarzwald von Ost nach West ganz durchfließt. Am Roßweiher säuberten die Waldbauern nach der schweren Holzfällerarbeit ihre Pferde. Seit 1830 erhebt sich an der Stelle eine mächtige Zwillingstanne. Am Kinzigsee wurde eine Pause eingelegt. Ein Teil des Vespers musste allerdings mit Eichelhäher Dame Rosalie geteilt werden. Am Beginn eines der schönsten Schwarzwaldtäler startete nun der Flößerpfad. Er erinnert an die Wasserwege der Flößerarbeit im Schwarzwald. An informativen Schautafeln wird aufgezeigt, wie zunächst die geschlagenen Tannen auf Schleifwegen oder bei steilem Abstieg mit Schlitten oder in sogenannten „Riesen“-Rutschbahnen für Baumstämme zu Tal gelassen wurden. Am Wasserlauf transportierten dann Flöße mit einer Breite von vier, fünf Stämmen die Kinzig das Holz hinunter. Sehr anschaulich ist an der Strecke ein 12 Meter langes Schaufloß zu sehen. Etwas versteckt im sich weitenden Tal wurde ein Weiher mit wunderschönen Seerosen entdeckt. Vorbei an Schwarzwaldhöfen wie dem Metzgersbauernhof, und dem noch voll bewirtschaftetem Vogtsmichelhof wanderte man nun durchs Ehlenbogental. Loh-, Gerb-, Mahl- und Sägemühlen nutzten hier früher die Wasserkraft. Die „ Untere Mühle“ wurde zu einem schönen, urigen, Landgasthof umgebaut. Dieser ist Peter Hauser von vielen Touren bekannt. Nach 12 km Wanderstrecke konnte hier abseits von Hektik und Verkehr die regionale, gut bürgerliche Küche mit schwäbischen Spezialitäten, genossen werden. Gestärkt und voll des Lobes über diese schöne Wanderung lief man flotten Schrittes zur nahe gelegenen Haltestelle. Mit dem Linienbus erfolgt dann die Rückfahrt nach Loßburg.

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