Top | Haupt-Navigation | Unternavigation | Direkt zum Inhalt
 

Hauptnavigation:

 
Kopfbild

Unternavigation:

Inhalt

Der Wiederaufbau

wburg_01.jpg


Um die Ruine vor dem Verfall zu retten, wurde die Ruine Waldenburg vom Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Neuenbürg in einer heimatpflegerisch sehr engagierten Sanierungsaktion in rund 1.700 freiwilligen Arbeitsstunden von 1991 bis 1999 gesichtert. Eine vorbildliche Arbeit engagierter Bürger. Die Arbeiten wurden vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Außenstelle Karlsruhe betreut.

Für diese vorbildliche Bürgeraktion hat das Land Baden-Württemberg durch die Karlsruher Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle dem Verein Dank und Anerkennung ausgesprochen.



Die vorhandenen Mauerreste wurden mit Trass-Kalk, Trass-Mehl, Sand und Wasser in traditioneller Art und Weise neu vermauert und bleiben dadurch als rätselhafte Zeugender Vergangenheit den kommenden Generationen erhalten. Vielleicht wird es später einmal gelingen das Rätsel um die Ruine zu lösen.



Die Altbuchen in der Umgebung der Ruine sind Heimat für Specht, Kauz, Fledermaus und verschiedene höhlenbrütende Singvögel.


Restaurierung durch die Ortsgruppe Neuenbürg

Der Zustand der Ruine Waldenburg hatte sich in den letzten Jahren merklich verschlechtert und weitere Schäden waren zu befürchten.

13. Januar 1991
Bei der Wanderung, die über die Waldenburg führte, machte Friedrich Rothfuß (damals 1. Vorsitzender der Ortsgruppe Neuenbürg) dem Bürgermeister Theo Schaubel folgenden Vorschlag: Im Rahmen der Heimatpflege könnte sich der Schwarzwaldverein Ortsgruppe Neuenbürg einbringen und Mauerreste der Ruine Waldenburg restaurieren. Bürgermeister Schaubel war von dieser Idee sehr angetan und das Landesdenkmalamt Karlsruhe wurde von diesem Vorhaben in Kenntnis gesetzt.

6. Juni 1991
Ortstermin auf der Ruine Waldenburg,
anwesend waren Dr. Lutz und Dr. Diruf vom Landesdenkmalamt Karlsruhe, Vertreter der Stadt Neuenbürg und des Schwarzwaldvereins Ortsgruppe Neuenbürg. Auch die Herren vom Landesdenkmalamt hielten die Reste der Ruine Waldenburg für erhaltungswürdig.

25. Januar 1992
Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Neuenbürg
Die Vereinsmitglieder wurde über das Vorhaben informiert und dies wurde bei der Abstimmung einstimmig beschlossen.

27. März 1992
Gemeinderatssitzung der Stadt Neuenbürg
Der Gemeinderat beschloss, die Stadt Neuenbürg und die SWV-Ortsgruppe Neuenbürg werden die Restaurierung durchführen. Die Stadt ist Bauherr und trägt die Material- und Sachkosten und die Ortsgruppe Neuenbürg führt die Arbeiten unter Anleitung des Landesdenkmalamtes aus.

29. Juni 1992
2. Ortstermin auf der Ruine Waldenburg
Anwesend waren Dr. Lutz (Landesdenkmalamt), Vertreter der Stadt und SWV-Ortsgruppe um die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsläufe festzulegen.

30. Juni 1992
Ortstermin mit Dr. Pabst vom Staatl. Forstamt Neuenbürg
Anwesend waren Dr. Pabst, Friedrich Rothfuß und Hugo Schock (Stadt Neuenbürg), wegen des Eingriffes in den Waldbestand. die Aussage von Dr. Pabst: Bei dem Buchen/Tannenbestand, der die Ruine Waldenburg umgibt, handelt es sich um eine große Besonderheit, welche forstlich schon seit Jahrzehnten von der Nutzung ausgespart wurde: Die Altbuchen sind teilweise anbrüchig und erhalten Nisthöhlen für zahlreiche Vogelarten (z.B. Schwarzspecht und Hohltaube).

März - Sommer 1993
Für das Landesdenkmalamt war es wichtig, nochmals Ausgrabungen zu machen um genaue Unterlagen für die kommenden Arbeiten zu erstellen. Studentinnen/Studenten von den Universitäten Bamberg und Leipzig haben mehrere Wochen im Frühjahr und im Sommer gegraben und freigelegt.
Für die ehrenamtlichen Helfer waren folgende Arbeiten zu tätigen: die Südwestecke von Gestrüpp und losen Steinen zu reinigen, den Bewuchs und das lose Material von den Mauern zu entfernen. Mithilfe bei den archäologischen Grabungen, das Wegräumen des freigewordenen Materials.

September 1993
Zum Abschulß wurden die freigelegten Mauern mit Folie winterfest eingepackt.

März - Oktober 1994
Im Frühjahr wurde der Winterschutz wieder entfernt. Die Buchen an Süd- und Süd/Westmauer wurden vom Städt. Forstamt gefällt und von Mitgliedern der Ortsgruppe zersägt, gespalten und abgefahren. Auf der rechten Burgseite (Nord) wurden die losen Steine abgebaut und aufgeschichtet. Im September/Oktober wird überwiegend Vorarbeit für 1995 geleistet (Steine sortiert und aufräumen).

März - Oktober 1995
Die Mauern (Nord- und Ostseite) werden größtenteils bis auf das Fundament freigelegt, abgetragen und wieder aufgemauert.

23. September 1995
Versuch der Firma Ochner, den Baumstumpf an der Ecke Süd/West mit der Seilwinde rauszuziehen, ist gescheitert.

10. Oktober 1995
Nächster Versuch: Die Firma Ochner kommt mit dem Bagger (mit Erfolg) der Buchenstumpf gibt endlich nach. April – Oktober 1996
Innenmauern teilweise bis auf das Fundament freigelegt, abgetragen und wieder aufgebaut. Innenräume mit Erdreich planiert.

April - Oktober 1997
April - Oktober 1998
In diesen zwei Jahren wurde die Süd- und Westmauer freigelegt, abgetragen und wieder aufgebaut.

In der gesamten Bauzeit wurde von den Mitgliedern des Schwarzwaldvereins Ortsgruppe Neuenbürg insgesamt 1.644,50 Arbeitsstunden erbracht.

Materialverbrauch in der Gesamtbauzeit:

Sand: ca. 60.000 kg
Trass-Kalk: ca. 12.000 kg
Trass-Mehl: ca. 12.000 kg


Einen herzlichen Dank an die Belegschaft vom Bauhof der Stadt Neuenbürg, für die immer pünktliche Lieferung von Trass-Mehl, Trass-Kalk, Sand und Wasser

Weitere Informationen:

 
oben drucken